Firmenwagen – ja oder nein?

ui! Rheine informiert sich auf Netzwerkabend zu steuerlichen Vorteilen verschiedener Mobilitätskonzepte

Rund 20 Unternehmerinnen und Unternehmer lösten am Mittwochabend ihr Netzwerkticket im Steuerberatungsbüro von Olga Schlegel in Rheine und ließen sich auf einen interessanten Vortrag ein zum Thema „Firmenwagen – lohnt er sich?“. Anschließend trug jeder seinen Stuhl zu seinem jeweiligen Netzwerkrunden-Tisch, denn nun wurde nach ui!-Manier in Kleingruppen genetzwerkt.

dsc_0001Wer bei diesen fünften internen ui!-Treffen nicht dabei war, der kann sich schon auf das letzte und große Treffen am 17. November freuen: Bringt eure Netzwerk- und/oder Geschäftspartner/innen mit und verbringt einen spannenden Abend mit sechs Kurzvorträgen à fünf Minuten zu unterschiedlichsten Themen. 

Anschauliche Richtlinien zur Frage: Auto in Privat- oder Firmenbesitz?

dsc_0002Zurück zu Olga Schlegel und der Frage nach dem Firmenwagen: „Die Firmenwagenfrage hören wir jede Woche“, sagte die Steuerberaterin. Seit sechs Jahren arbeitet sie als selbstständige
Steuerberaterin, seit drei in ihren Büroräumen an der Osnabrücker Straße, die sie bereits erweitert hat, um ihr gewachsenes, mittlerweile sechsköpfiges Team unterzubringen. „Die höchste Priorität hat für uns immer, dass wir das Fachliche am besten können“, sagte Olga – und diesen Anspruch merkte man auch ihrem fundierten und anschaulichen Vortrag an.

Klar: Die Firmenwagenfrage ist immer eine Einzelfallentscheidung, aber ein paar Richtlinien gibt es doch. Diese haben Olga und ihre Mitarbeiterin Sarah Rehorst sowohl an Beispielen als auch zum Schluss noch mal zusammengefasst erläutert.

Fahrtenbuchmethode meist günstiger als Ein-Prozent-Regel – aber aufwendig!

img_5919Was habe ich gelernt? Die Fahrtenbuch-Methode ist beim Firmenwagen in der Regel steuerlich vorteilhafter als die Ein-Prozent-Regelung – aber aufwendig. Und: Der Betriebsprüfer stürzt sich zuerst auf das Fahrtenbuch, wenn er Fehler finden will. Das Fahrtenbuch nachträglich zu erstellen, geht daher meist schief, man sollte es schon regelmäßig nach jeder Fahrt pflegen. „Deswegen wählen fast 95 Prozent unserer Mandanten die Ein-Prozent-Regelung“, sagte Olga.

Ein Tipp kam dazu vom Vielfahrer Claus Arnold, Inhaber der Fahrschule Claus Arnold: Mit einem digitalen Fahrtenbuch vereinfache man sich die Pflege. Ein schönes Beispiel für den Mehrwert eines Netzwerks: Tricks austauschen!

Finanzierung oder Leasing? Eine Frage der Planbarkeit

dsc_0006dsc_0012dsc_0005dsc_0003Dann die Frage: Finanzierung oder Leasing? Das sei eher eine betriebswirtschaftliche denn eine steuerliche Frage, sagte Sarah Rehorst, denn steuerlich tue sich beides nicht viel. Flexibler sei man mit der Finanzierung vor allem dann, wenn man im Vorfeld schlecht einschätzen könne, wie viele Kilometer man fahre.

Insgesamt stieß der Vortrag auf großes Interesse – und es wurde wieder einmal deutlich, warum es sich lohnt, einen kompetenten Steuerberater zu haben! Für diejenigen, die sich (oder ihrem Steuerberater) komplizierte Firmenwagen-Konstellationen ersparen möchten, bleibt die Möglichkeit, den Privatwagen betrieblich zu nutzen. „Manchmal ist es steuerlich günstiger, das Auto im Privatbesitz zu lassen“, machte Olga an einem Beispiel deutlich. Für die 30-Cent-Kilometer-Pauschalregelung braucht man keine Angaben zum Fahrzeug zu machen und listet einfach alle gefahrenen Kilometer auf.

Tipps von Unternehmer/in zu Unternehmer/in beim Netzwerken

Die beiden anschließenden Netzwerkrunden bei Snacks und Getränken wurden wieder sehr lebhaft geführt. Und auch hier gab es Tipps von Unternehmer/in zu Unternehmer/in – z. B. dazu, wie man die Anzahl der Bewerbungen auf freie Stellen erhöht. Es waren neben den bekannten auch wieder viele neue Gesichter dabei und rund um mich herum wurden Kooperationen und Aufträge besprochen.

Fazit: Wieder mal ein angenehmer, lehrreicher und kontaktspannender Netzwerk-Abend der Unternehmer Initiative ui! Rheine. Der nächste wird bestimmt auch super, also gleich anmelden für den 17.11.!